Projektsteuerung Erschließung einer Ansiedlungsfläche für Forschung und Entwicklung Leuna
- Auftraggeber
- Stadt Leuna
- Ort
- Leuna, Sachsen-Anhalt
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- Teilnahmeantrag bis
- 30.11.2026, 12:00 Uhr (in 28 Tagen)
Leistung
Projektsteuerung
Beschreibung des Loses
Inhalt dieser Ausschreibung sind Projektsteuerungsleistungen für die Erschließung einer Ansiedlungsfläche für Forschung und Entwicklung in Anlehnung an AHO Heft 9 der Projektstufen 1 bis 5 in den Handlungsbereichen A bis E und darüber hinausgehende Besondere Leistungen. Zunächst sollen in einem ersten Schritt nur die Projektstufen 1 und 2 erbracht werden. Die weiteren Projektstufen sind für eine stufenweise weitere Beauftragung vorgesehen.
Das Projekt wird über Fördermittel gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen an Gebietskörperschaften und sonstige Träger kommunaler Aufgaben in Sachsen-Anhalt nach dem Investitionsgesetz Kohleregionen (Richtlinie Sachsen-Anhalt Revier 2038) finanziert. Die Leistungen einer Vergabestelle sind Teil dieser Ausschreibung.
Zentrale Bestandteile des geplanten Vorhabens sind der vollständige Rückbau des Bestandsgebäudes auf dem Areal "Roter Ochse" sowie die anschließende Herstellung der technischen Erschließung. Ziel des Vorhabens ist die Schaffung von freien Ansiedlungsflächen für Forschung und Entwicklung auf dem Areal des Roten Ochsen (Spergauer Straße) vis-à-vis zum bestehenden Chemiepark.
Rückbau Der Rückbau umfasst unter anderem die Entkernung und den Abbruch des gesamten Hochbaubestands einschließlich Nebenanlagen, Garagen und befestigter Außenflächen. Darüber hinaus sind Leistungen wie die Baufeldfreimachung, die Entfernung von unterirdischen Leitungen, der Ausbau schadstoffhaltiger Bauteile sowie die fachgerechte Entsorgung vorgesehen. Die Wiederverfüllung der Baugruben erfolgt je nach Bereich mit verdichtetem Kies oder Aushubmaterial, sodass ein tragfähiger Baugrund für die spätere Nachnutzung hergestellt wird.
Erschließung Parallel dazu werden vorbereitende Maßnahmen zur technischen Erschließung durchgeführt.
Bei der Stromversorgung des Areals ist ein Netzanschluss problemlos möglich. Die Anbindung erfolgt auf Mittelspannungsebene, wobei sich der Verknüpfungspunkt in unmittelbarer Nähe des Grundstücks befindet (Entfernung etwa 10 Meter). Ein Leistungsbezug von bis zu 0,5 MVA kann unmittelbar und ohne zusätzliche Maßnahmen realisiert werden. Auch eine spätere Erhöhung auf bis zu 3MVA erscheint nach derzeitiger Einschätzung ohne wesentliche Erweiterungen des bestehenden Netzes möglich.
Für Einspeisungen in das Netz bestehen ebenfalls ausreichende Reserven. Zur Herstellung des Anschlusses ist die Errichtung einer kundeneigenen Mittelspannungsstation vorgesehen, die zunächst als Stichleitung angebunden wird. Eine spätere Einbindung in das übergeordnete Netz ("Einschleifen") kann im Rahmen künftiger Maßnahmen erfolgen. Insgesamt bestätigt die Einschätzung des Netzbetreibers die technische Machbarkeit und wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Stromversorgung für die geplante Standortentwicklung.
Die Trinkwasserversorgung kann über eine vorhandene Leitung in der Spergauer Straße erfolgen.
Für die Abwasserentsorgung ist eine Einbindung über den Neubau einer DN 200- Leitung zur nächstgelegenen Pumpstation der Stadtwerke Leuna möglich.
Darüber hinaus besteht am Rand des Grundstücks eine Fernwärmetrasse der InfraLeuna, die für eine zukünftige Wärmeversorgung genutzt werden kann. Eine entsprechende Einbindung ist grundsätzlich möglich und bietet Perspektiven für eine energieeffiziente Versorgung, insbesondere für Ansiedlungen mit Prozesswärmebedarf.
Straßenseitig wird das Grundstück an zwei Stellen angebunden. Im Süden wird eine Zufahrtsstraße mit Anschluss an die Spergauer Straße (L181) erfolgen. Im Norden wird ebenfalls eine Stichstraße zum Grundstück mit Kontenpunktausbau an der Spergauer Straße (L181) erfolgen. Zudem wird zwischen den beiden Anbindungsstraßen der Gehweg entlang der Spergauer Straße erneuert.
Zusätzlich ist noch die Infrastruktur für die medientechnische Erschließung (Telefon, Internet, etc.) zu erstellen bzw. zu koordinieren.
Umverlegung Im Zuge der geplanten Erschließungsmaßnahmen ist zudem die Umverlegung einer bestehenden DN 1200 Löschwasserleitung erforderlich. Diese Leitung der InfraLeuna verläuft derzeit quer über das Areal und darf aus baurechtlichen und sicherheitstechnischen Gründen nicht überbaut werden. Um die Fläche ohne Einschränkungen für zukünftige Ansiedlungen nutzen zu können, ist daher eine Leitungsverlegung vorgesehen. Durch die InfraLeuna liegt eine planerische Untersetzung vor, die eine Umverlegung als machbar bestätigt. Da es sich bei der bestehenden Trasse um eine redundante Leitung handelt, kann die Maßnahme ohne Unterbrechung der Löschwasserversorgung umgesetzt werden Mit dem Rückbau und der Erschließung wird das Areal vollständig aufbereitet, um als neue gewerbliche Entwicklungsfläche zur Verfügung zu stehen.
Die voraussichtlichen Kosten der KG 200 belaufen sich auf 9.600.000,00 Euro.
So bewerben Sie sich
- Öffnen Sie die Bekanntmachung. Dort finden Sie meist den Link zu den Vergabeunterlagen, die in der Regel frei abrufbar sind.
- Zum Lesen brauchen Sie meist kein Konto auf der Vergabeplattform. Ein Konto lohnt sich trotzdem: Dann bekommen Sie Änderungen und Antworten auf Bieterfragen mit.
- Prüfen Sie in den Unterlagen, welche Nachweise verlangt werden und bis wann Sie Fragen stellen können.
- Wie Sie das Angebot abgeben, steht in den Unterlagen: meist elektronisch über die Plattform, dafür brauchen Sie dort in der Regel ein Konto.
Mehr dazu im Ratgeber: Auf eine Ausschreibung bewerben
Ein Los ist ein Teil eines Auftrags. Oft können Sie auf einzelne Lose bieten.
Vergabeunterlagen sind die Dokumente des Auftraggebers: Leistungsbeschreibung, Vertragsbedingungen und Formulare.
CPV-Codes
- 71541000 Projektmanagement im Bauwesen
Über den Auftraggeber
- Auftraggeber
- Stadt Leuna
- Bekanntmachungen
- 2024: 1 · 2025: 1 · 2026: 16
- Angebote
- im Schnitt 2,8 Angebote je Zuschlag (6 Zuschläge)
Quelle
Quelle: TED, Bekanntmachung 757923-2026, 29.10.2026
Der Inhalt stammt vom Auftraggeber und steht hier, wie er ihn veröffentlicht hat; Kontaktangaben sind durch „[Kontakt in der Bekanntmachung]“ ersetzt. Verbindlich sind die Bekanntmachung und die Vergabeunterlagen bei der Quelle.
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