Komplexsanierung Talsperre Quitzdorf, TO3, M3.16_Schadensbeseitigung Reichendorfer Damm
- Auftraggeber
- Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Betrieb Spree/Neiße
- Ort
- Waldhufen, Sachsen
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- Angebotsfrist
- 02.12.2026, 10:00 Uhr (in 30 Tagen)
Leistung
Komplexsanierung Talsperre Quitzdorf, TO3, M3.16_Schadensbeseitigung Reichendorfer Damm
Beschreibung des Loses
Die Talsperre Quitzdorf (TS_QD) befindet sich im Osten des Freistaates Sachsen, im Landkreis Görlitz unmittelbar südwestlich der Stadt Niesky. Am südöstlichen Ufer liegt im Stauraum der TS_QD der Reichendorfer Damm auf dem Gebiet der Gemeinde Waldhufen. Dieser grenzt das Teilstaubecken (TSB) Reichendorf territorial vom übrigen Stauraum ab. Hydraulisch sind beide Staubereiche über zwei Rahmendurchlässe miteinander verbunden, welche i. d. R. durchgehend geöffnet sind. Die Böschungen des Reichendorfer Dammes sind im Bereich der Durchlassbauwerke mit einer Steinschüttung CP90/250 gesichert. Wiederholt wurden die Deckwerkssteine unberechtigt ins Gewässer und gegen die vorhandenen Stahlbetonfertigteile geworfen. Als zukünftiger Schutz gegen Vandalismus soll das vorhandene Deckwerk mit einem Vandalismus sicheren System, u.a. bestehend aus Stahlgittermatten, überbaut werden, so dass keine Steine mehr entnommen werden können. Im Rahmen dieser Maßnahme soll auch der Zugang zu den Revisionsverschlussnischen der Rahmendurchlässe durch den Einbau von Böschungstreppen auf beiden Seiten des Durchlassbauwerks verbessert werden. Weiterhin ist die Sanierung des Bestandsbauwerks durch Ausbesserung und Instandsetzung der Betonoberfläche vorgesehen.
Es sind folgende konkrete Maßnahmen zur Erreichung des Zieles durchzuführen:
- Abdeckung des vorhandenen Deckwerks mittels neuem Deckwerksystem aus Stahlgittermatten als Erosions- und Vandalismusschutz, - Herstellen von vier Böschungstreppen als sicherer Zugang zu den Revisionsverschlussnischen, - Einbau eines Winkelstützelements zwischen den Durchlässen zum Abfangen eines Höhensprungs auf der Talsperrenseite (Norden) - Betonsanierung, Beseitigung von Abplatzungen und Schäden an den Rahmendurchlässen und zugehörigen Bauteilen (Kopfbalken, Querbalken) - Aufstellen von Hinweisschildern und Absperrketten vor den jeweiligen Treppenläufen
Mit dieser Baumaßnahme ist der Reichendorfer Damm (M3.16) auf Grundlage des durch den AG festgelegten Umfangs zu sanieren. Die Umsetzung erfolgt während des Abstaus der Talsperre Quitzdorf und des Teilstaubeckens Reichendorf.
Folgende bauliche Leistungen sind dafür auszuführen: 1 Vorbereitende Maßnahmen (Bauablaufplanung, Vermessungsarbeiten, Werksplanung, Technische Bearbeitung, Einholung verkehrsrechtlicher Zustimmungen, etc.) 2 Baustelleneinrichtung, Hochwasserschutzkonzept der BE-Fläche 3 Absperrung der Rahmendurchlässe durch Verschließen der Revisionsverschlüsse 4 Vorfertigung der Stahlbauteile (Geländer und Absperrungen) einschl. Korrosionsschutzarbeiten im Werk 5 Auffüllung der Oberfläche mit Schotter 32/63 und Herstellung einer ebenen Fläche 6 Verlegung von Stahlgittermatten, mit Schotterschicht 32/63 abdecken und einer Oberbodenschicht mit Rasenansaat abschließen 7 Einbau eines Winkelstützelements (T = 0,75m, B = 1,00m, H = 1,30m; Bauteildicke 20 cm) 8 Verlegung von Betonsteinpflaster (Großpflaster) und Randeinfassung mit Tiefborden entlang des Geländers, mit anschließendem Treppenläufen aus Betonfertigteilelementen (s/a = 32/14,8) (hauptsperrenseitig) 9 Einbau von Treppenläufen aus Betonfertigelementen (s/a = 26/17) im Böschungsbereich mit Handlauf, der an das vorhandene Geländer angeschlossen wird (Seite Teilstaubecken)
Zur Minimierung der Bauzeit sind die zuvor aufgeführten Arbeiten technologisch sinnvoll parallel auszuführen. Die Ausführung der Leistungen erfolgt teilweise wasserseitig. Die Anlieferung erfolgt über die Staatsstraße S122 und weiterführend über den „Reichendorfer Damm“. Die Bauzeit der Instandsetzungsmaßnahme wird auf drei Monate geschätzt. Zur Durchführung der wasserseitigen Baumaßnahmen ist eine Absenkung des Wasserspiegels auf 157,80 m NN vorgesehen. Der Abstau wird im Vorfeld der Baumaßnahme durch die LTV geplant und durchgeführt. Die Instandsetzung ist genehmigungsfrei.
Soweit in dieser Aufgabenstellung oder den Vergabeunterlagen auf Technische Spezifikation (z. B. nationale Normen, mit denen europäische Normen umgesetzt werden; europäische technische Bewertungen; gemeinsame technische Spezifikationen; internationale Normen) Bezug genommen wird, werden auch ohne den ausdrücklichen Zusatz: „oder gleichwertig“, immer gleichwertige Technische Spezifikationen in Bezug genommen.
So bewerben Sie sich
- Öffnen Sie die Bekanntmachung. Dort finden Sie meist den Link zu den Vergabeunterlagen, die in der Regel frei abrufbar sind.
- Zum Lesen brauchen Sie meist kein Konto auf der Vergabeplattform. Ein Konto lohnt sich trotzdem: Dann bekommen Sie Änderungen und Antworten auf Bieterfragen mit.
- Prüfen Sie in den Unterlagen, welche Nachweise verlangt werden und bis wann Sie Fragen stellen können.
- Wie Sie das Angebot abgeben, steht in den Unterlagen: meist elektronisch über die Plattform, dafür brauchen Sie dort in der Regel ein Konto.
Mehr dazu im Ratgeber: Auf eine Ausschreibung bewerben
Ein Los ist ein Teil eines Auftrags. Oft können Sie auf einzelne Lose bieten.
Vergabeunterlagen sind die Dokumente des Auftraggebers: Leistungsbeschreibung, Vertragsbedingungen und Formulare.
CPV-Codes
- 45240000 Wasserbauarbeiten
Über den Auftraggeber
- Auftraggeber
- Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen Betrieb Spree/Neiße
- Bekanntmachungen
- 2024: 2 · 2025: 5 · 2026: 16
- Auftragswerte
- von 7.118 € bis 426.617 €, Median 81.330 € (11 Werte)
- Angebote
- im Schnitt 3,1 Angebote je Zuschlag (14 Zuschläge)
Quelle
Quelle: TED, Bekanntmachung 758423-2026, 29.10.2026
Der Inhalt stammt vom Auftraggeber und steht hier, wie er ihn veröffentlicht hat; Kontaktangaben sind durch „[Kontakt in der Bekanntmachung]“ ersetzt. Verbindlich sind die Bekanntmachung und die Vergabeunterlagen bei der Quelle.
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