Rems-Murr-Kreis-Immobilien-Management GmbH - Europaweite Vergabe von Planungs- und Bauleistungen für die schlüsselfertige Errichtung des Neubaus Bildungscampus Rainbrunnen in Schorndorf
- Vergabestelle
- Rems-Murr-Kreis-Immobilien-Management GmbH
- Ort
- Schorndorf, Baden-Württemberg
- Verfahrensart
- Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- Teilnahmeantrag bis
- 16.11.2026 (in 16 Tagen) 16.11.2026, 12:00 Uhr
- Rückfragen bis
- 06.11.2026, 23:59 Uhr
Leistung
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist nun die Beauftragung eines Generalübernehmers mit der Planungsfortschreibung sowie mit der schlüsselfertigen Errichtung des Neubaus des Kinderhauses und der Erweiterung der Fröbelschule einschließlich Mensa sowie der zugehörigen Außen- und Freianlagen auf Grundlage einer funktionalen Leistungsbeschreibung.
Beschreibung des Loses
Das Kinderhaus soll mehrere Kindertagesstätten mit unterschiedlichen pädagogischen Schwerpunkten in 11 Gruppenräumen aufnehmen. Die Erweiterung der Fröbelschule umfasst 10 zusätzliche Klassen- und Fachräume sowie weitere schulische Nutzungen einschließlich einer Mensa. Die Außen- und Freianlagen sind Bestandteil des Vorhabens und vom künftigen Auftragnehmer auf Grundlage der bereits existenten Freianlagenplanung fortzuplanen und mitzuerrichten. Vorgesehen sind insbesondere Außenbereiche für die Kindertagesstätten, schulische Außenbereiche, gemeinschaftlich nutzbare Grünflächen sowie Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche. Bei der Planung und Ausführung sind die besonderen Anforderungen des Standorts, die Nachbarschaft, der laufende Schulbetrieb sowie die Anforderungen der künftigen Nutzer zu berücksichtigen. Dies betrifft insbesondere auch die Anforderungen an eine Sonderschule sowie die barrierefreie Erschließung der Freiflächen. Nach derzeitigem Planungsstand ist ein zweigeschossiges Gebäude vorgesehen, das teilweise unterkellert und im Übrigen auf Baupfählen gegründet werden soll. Aufgrund der Baugrundverhältnisse, insbesondere des hohen Grundwasserstands, kommt der Gründung des Vorhabens besondere Bedeutung zu. Die Gründungsarbeiten sollen nicht vorab separat vergeben werden, sondern Bestandteil der ausgeschriebenen Leistungen sein. Hierdurch sollen zusätzliche Schnittstellen vermieden und den Bietern technische sowie wirtschaftliche Optimierungsmöglichkeiten eröffnet werden. Nach der derzeit vorliegenden Kostenberechnung belaufen sich die Kosten der Kostengruppen 200 bis 600 auf rund EUR 19,4 Mio. netto. Das Vorhaben soll zu einem erheblichen Teil über Fördermittel finanziert werden. Das Nachhaltigkeitskonzept des Landkreises (Anlage 2 zu diesem Bewerbermemorandum) ist sowohl bei der Planung als auch bei der Ausführung der Baumaßnahme verbindlich zu beachten und einzuhalten. Für die Realisierung des Vorhabens ist die Durchführung eines europaweiten Verhandlungsverfahrens mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach der VOB/A EU vorgesehen. Der Auftraggeber beabsichtigt, die Leistungen als Planen-und-Bauen-Verfahren an einen Generalübernehmer zu vergeben. Der Generalübernehmer soll sämtliche für die Realisierung des Vorhabens erforderlichen Leistungen der Kostengruppen 200 bis 600 ein-schließlich der Montageplanung sowie der erforderlichen Planfortschreibung übernehmen. Ziel der gewählten Beschaffungsstrategie ist es insbesondere, Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung sowie zwischen den einzelnen Gewerken zu reduzieren, eine umfassende Gesamtverantwortung zu begründen sowie eine hohe Termin-, Kosten- und Ausführungssicherheit für die Projektumsetzung zu erreichen. Für das Vorhaben wird derzeit eine Planung bis einschließlich Leistungsphase 4 entwickelt. Auf Grundlage dieser Planung soll eine funktionale Leistungsbeschreibung erstellt werden. Die funktionale Leistungsbeschreibung sowie die bis dahin vorliegenden Planungsunterlagen sollen den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bietern in der Angebotsphase als Grundlage für die Angebotserstellung zur Verfügung gestellt werden. Parallel hierzu soll der Bauantrag eingereicht werden. Die Erteilung der Baugenehmigung wird derzeit für das Frühjahr 2027 erwartet. Die bereits vorliegende bzw. noch zu erstellende Planung soll im Vergabeverfahren als Orientierungsplanung dienen. Auf Grundlage der funktionalen Leistungsbeschreibung sollen die Unternehmen unter Beachtung der zwingenden Vorgaben des Auftraggebers ein Angebot mit dem Ziel erarbeiten, die Orientierungsplanung zu optimieren, damit der Auftraggeber ein funktionales, qualitativ hochwertiges, terminsicheres und zugleich wirtschaftliches Angebot erhält. Ziel des Verfahrens ist es, die technische, wirtschaftliche und planerische Kompetenz der Bieter für das Projekt nutzbar zu machen. Optimierungsvorschläge der Bieter sind im Rahmen des Verhandlungsverfahrens ausdrücklich zugelassen und sollen bei der Angebotswertung berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für Vorschläge zur wirtschaftlichen, technischen, funktionalen und bauablaufbezogenen Optimierung des Vorhabens sowie für Vorschläge zur Erhöhung des Vor-fertigungsgrades. Soweit Optimierungsvorschläge Anpassungen der Genehmigungsplanung erforderlich machen, soll im Rahmen der vergabe- und öffentlich-rechtlichen Vorgaben grundsätzlich auch die Einreichung einer Tektur ermöglicht werden. Voraussetzung hierfür ist eine vorherige Abstimmung mit dem Auftraggeber. Die Verantwortung und das Risiko für die Genehmigungsfähigkeit sowie für die technische und bauliche Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Lösung sollen dem künftigen Auftragnehmer obliegen. Der nähere Rahmen zulässiger Anpassungen wird in den Vergabeunterlagen (vgl. Anlage 3 des Bewerbermemorandums) festgelegt. Der Auftraggeber strebt eine wirtschaftliche, qualitativ hochwertige und terminsichere Realisierung des Vorhabens an. Nach derzeitigem Projektstand wird die Bauweise wie folgt angestrebt: Die Gründung (Bodenplatte) sowie das Untergeschoss sind in Massivbauweise auszuführen. Sämtliche oberirdischen Geschosse sind in Holzbauweise zu errichten. Als Mindestanforderung gilt, dass die tragende Konstruktion der oberirdischen Bauteile überwiegend aus Holz besteht. Als mögliche Umsetzungsvarianten kommen für die oberirdischen Geschosse insbesondere in Betracht: Holzbauweise, Holzhybridbauweise, Holzmodulbauweise sowie Holzskelettbau-weise. Die Wahl der konkreten Bauweise obliegt dem Auftragnehmer im Rahmen der Vor-gaben der funktionalen Leistungsbeschreibung, soweit die vorgenannten Mindestanforderungen eingehalten werden. Unabhängig von der gewählten Variante wird ein hoher Vorfertigungsgrad angestrebt, soweit dies unter Berücksichtigung der funktionalen, technischen, wirtschaftlichen und terminlichen Anforderungen sinnvoll umgesetzt werden kann.
CPV-Codes
- 45210000 Bauleistungen im Hochbau
- 71240000 Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
- 45214000 Bauarbeiten für Schulen oder Forschungsanstalten
Über die Vergabestelle
- Vergabestelle
- Rems-Murr-Kreis-Immobilien-Management GmbH
- Bekanntmachungen
- 2024: 1 · 2026: 12
- Angebote
- im Schnitt 20,3 Angebote je Zuschlag (9 Zuschläge)
Quelle
Quelle: TED, Bekanntmachung 721101-2026, 15.10.2026
Der Inhalt stammt von der Vergabestelle und steht hier, wie sie ihn veröffentlicht hat; Kontaktangaben sind durch „[Kontakt in der Bekanntmachung]“ ersetzt. Verbindlich sind die Bekanntmachung und die Vergabeunterlagen bei der Quelle.
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