FE 02.0502/2026/IRB - Verkehrsbedingte Ammoniak-Konzentrationen an Bundesfernstraßen
- Vergabestelle
- Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2
- Verfahrensart
- Öffentliche Ausschreibung
- Angebotsfrist
- 10.11.2026 (in 10 Tagen) 10.11.2026, 06:00 Uhr
- Rückfragen bis
- 10.11.2026, 06:00 Uhr
Leistung
FE 02.502/2026/IRB - "Verkehrsbedingte Ammoniak-Immissionen an Bundesfernstraßen" Hauptquelle für Ammoniak ist die Landwirtschaft. Ammoniak kann jedoch auch im Straßenverkehr - insbesondere im Rahmen der Abgasnachbehandlung - freigesetzt werden. Mit der EU-Luftqualitätsrichtlinie 2024/2881 wird Ammoniak erstmals als besorgniserregender Luftschadstoff eingestuft und in die Messverpflichtungen von Supersites aufgenommen. Bisher liegen - insbesondere im Bereich von Bundesautobahnen - unzureichende Messdaten vor. Ziel dieser Untersuchung ist daher eine systematische Erfassung und Bewertung straßenverkehrsbedingter Ammoniak-Konzentrationen an Bundesautobahnen zur Schaffung einer belastbaren Datengrundlage für die immissionsfachliche Einordnung des Straßenverkehrs als Emissionsquelle. Neben einer systematischen Aufbereitung des wissenschaftlichen Standes zu Ammoniak-Immissionen im straßennahen Umfeld, sollen hierfür Passivsammlermessungen nach VDI 3869 Blatt 4 an zwei Standorten (BASt-Messquerschnitt A 555 bei Wesseling + weiterer hochfrequentierter BAB-Standort) für den Zeitraum eines Jahres durchgeführt werden. Die Messungen sollen beidseitig der Fahrbahn im Zwei-Wochen-Intervall mit Doppelbestimmung zur Qualitätssicherung erfolgen. Die Laboranalyse soll durch ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor durchgeführt werden. Im Rahmen der Datenauswertung sollen saisonale, meteorologische und verkehrsbedingte Einflüsse sowie Wechselwirkungen zwischen Ammoniak, Stickoxiden und Feinstaub analysiert werden. Mittels Luv-Lee-Analyse soll der verkehrsbedingte Beitrag zur Gesamtbelastung abgeschätzt werden. Aufbauend auf den Ergebnissen wird ein Konzept zur dauerhaften Integration eines Ammoniak-Messsystems in den Messquerschnitt A 555 entwickelt. Das Vorhaben schafft eine belastbare Datengrundlage zur immissionsfachlichen Einordnung des Straßenverkehrs als Ammoniak-Quelle und ermöglicht zukünftig die Validierung modellierter Ammoniakkonzentrationen im Straßenverkehr.
CPV-Codes
- 73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Quelle
Quelle: oeffentlichevergabe.de, 05.10.2026
Der Inhalt stammt von der Vergabestelle und steht hier, wie sie ihn veröffentlicht hat; Kontaktangaben sind durch „[Kontakt in der Bekanntmachung]“ ersetzt. Verbindlich sind die Bekanntmachung und die Vergabeunterlagen bei der Quelle.
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