10049216-Rahmenvereinbarung zur Durchführung von Vergabeverfahren zur Beschaffung von Dienstleistungen für die GIZ
- Vergabestelle
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Ort
- Region Main-Taunus-Kreis, Hessen
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- Angebotsfrist
- 10.11.2026 (in 10 Tagen) 10.11.2026, 12:00 Uhr
- Rückfragen bis
- 30.10.2026, 23:59 Uhr
Leistung
Als Bundesunternehmen unterstützt die Auftraggeberin (AG) Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen; weltweit aktiv ist die GIZ außerdem in der internationalen Bildungsarbeit. Sie bietet nachfrageorientierte, maßgeschneiderte und wirksame Leistungen und berücksichtigt dabei politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte. Die GIZ unterstützt Partner auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Das Unternehmen ist in vielen Arbeitsfeldern aktiv - die Bandbreite reicht von Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung über den Aufbau von Staat und Demokratie, die Förderung von Frieden, Sicherheit, Wiederaufbau sowie ziviler Konfliktbearbeitung, die Sicherung von Ernährung, Gesundheit und Grundbildung bis hin zu Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz. Die GIZ ist in rund 120 Ländern weltweit aktiv und entsendet berufs- und auslandserfahrene Fach- und Führungskräfte in Projekte und Programme (sog. Außenstruktur).
Aktuelle Entwicklungen in der internationalen und nationalen Politik und Zusammenarbeit, in Gesellschaft und Märkten verändern die Rahmenbedingungen der Arbeit der GIZ stets aufs Neue. Die Auftraggeber der GIZ verbinden dies mit hohen Erwartungen an unsere Fähigkeit, qualifiziertes Personal und Lösungsansätze weltweit bereitstellen und zusammenführen zu können.
Neben der strategischen Personalarbeit werden gleichzeitig strategische Allianzen und Kooperationen für die GIZ immer wichtiger, um gemeinsam mit der Privatwirtschaft, der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und mit internationalen Organisationen den Partnern vor Ort passende Lösungsansätze zu bieten.
Beschreibung des Loses
Die GIZ ist als Bundesunternehmen vorrangig für die Bundesregierung tätig und erhält die Aufträge der Bundesministerien auf der Grundlage der vom Europäischen Gerichtshof entwickelten Grundsätze der "in-house"-Vergabe. Dies bedeutet, dass die Bundesregierung die GIZ direkt beauftragt, ohne diese Beauftragung selbst ausschreiben zu müssen. Die GIZ ist ihrerseits öffentliche Auftraggeberin im Sinne des § 99 Nr. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und als solche zur Einhaltung des Vergaberechts verpflichtet. Bei der Beauftragung Dritter innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes hat die GIZ folglich die jeweils einschlägige Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen oder für Bauleistungen (VgV, VOB) anzuwenden, wenn die in der EU-Verordnung 2021/1952 festgelegten Schwellenwerte überschritten werden. Unterhalb dieser Wertgrenzen ist die GIZ aufgrund einer besonderen Vereinbarung mit dem BMZ bei der Umsetzung von Aufträgen des Bundes zur Einhaltung der UVgO verpflichtet. Auch darüber hinaus wird auf die Einhaltung der vergaberechtlichen Grundsätze Transparenz, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerb und Gleichbehandlung der Bieter geachtet. Damit unterstützt die GIZ gleichermaßen den gleichberechtigten Zugang zu ihrer Lieferkette wie auch die Wirtschaftlichkeit des Einkaufs selbst.
Die GIZ strebt außerdem weiterhin eine intensive Zusammenarbeit mit der Consultingwirtschaft oder öffentlich-rechtlichen Institutionen dort an, wo Aufgaben und Funktionen durch andere als die GIZ selbst wirtschaftlicher und zweckmäßiger erfüllt werden können.
Das Beschaffungsvolumen des Unternehmens ist vergleichsweise hoch. Die Gesamtvergaben der GIZ beliefen sich im Jahr 2025 auf rd. 1.986 Mio. EUR.
Die zentrale Beschaffungsstelle der GIZ ist die Abteilung Einkauf und Verträge (EuV). Die Abteilung hat die normative Verantwortung für die weltweite Beschaffung der GIZ inne und führt sämtliche deutschlandweiten, weltweiten und länderübergreifenden Beschaffungen mit Binnenmarktrelevanz (Dienstleistungen, inklusive IT-Dienstleistungen, Sachgüter, Bau) durch.
Aufgrund verschiedener Entwicklungen werden die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit der Abteilung mehr und mehr nachgefragt und notwendig. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den EU-Oberschwellenbereich als auch für den EU-Unterschwellenbereich bedeuten eine weiterhin hohe Arbeitsintensität.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird die GIZ externe Dienstleister zur Durchführung von Vergabeverfahren, sog. Procurement Agents (PA), nutzen.
Dadurch wird sowohl eine weitergehende Flexibilisierung der Beschaffung einerseits als auch eine Entlastung des Vertragsmanagements andererseits angestrebt.
Ziel dieser Ausschreibung ist der Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit vier Rahmenvereinbarungspartner*innen zur Durchführung von Vergabeverfahren für die GIZ im Bereich Dienstleistungen (Dienstleistungen, inklusive IT-Dienstleistungen, Bau).
Die Höchstmenge der Rahmenvereinbarung für die initiale Laufzeit von 2 Jahren wird auf 264 Verfahren festgesetzt.
CPV-Codes
- 79000000 Dienstleistungen für Unternehmen: Recht, Marketing, Consulting, Einstellungen, Druck und Sicherheit
- 79100000 Dienstleistungen im juristischen Bereich
Über die Vergabestelle
- Vergabestelle
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Bekanntmachungen
- 2023 (ab Oktober): 36 · 2024: 267 · 2025: 271 · 2026: 584
- Auftragswerte
- von 4.170 € bis 27 Mio. €, Median 586.716 € (353 Werte)
- Angebote
- im Schnitt 4,7 Angebote je Zuschlag (1.163 Zuschläge)
Quelle
Quelle: TED, Bekanntmachung 700493-2026, 08.10.2026
Der Inhalt stammt von der Vergabestelle und steht hier, wie sie ihn veröffentlicht hat; Kontaktangaben sind durch „[Kontakt in der Bekanntmachung]“ ersetzt. Verbindlich sind die Bekanntmachung und die Vergabeunterlagen bei der Quelle.
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